Auszug KirchenordnungDiese Seite enthält nur einen Auszug aus der Kirchenordnung zu Hier finden Sie die vollständige Kirchenordnung.B. Die feiernde GemeindeB.1. GottesdienstArt 10. Bedeutung Art 11. Verantwortung Art 12. Ordentliche Gottesdienste Art 13. Filialgottesdienste Art 14. Weitere Gottesdienste Art 15. Form und Gestaltung des Gottesdienstes Art 16. Kollekte Art 17. Persönliche Fürbitten im Gottesdienst Art 18. Liturgische Kleidung Art 19. Technische Aufnahmen B.2. TaufeArt 20. Bedeutung Art 21. Durchführung Art 22. Ort, Anmeldung, Vorbereitung Art 23. Eltern und Taufpaten Art 24. Taufbescheinigung B.3. Abendmahl
1Das Abendmahl wird nach dem Zeugnis des Neuen Testaments als Zeichen des Bundes begangen, den Gott in Jesus Christus mit seiner Gemeinde geschlossen hat. Es verkündet Tod und Auferstehung Jesu Christi und das Kommen seines Reiches. 2Der auferstandene Christus verheisst, bei der Feier des Abendmahls gegenwärtig zu sein; so wird das Abendmahl zur Feier der Gemeinschaft, die wir als Brüder und Schwestern in Christus haben. Es ruft zur Solidarität mit denen, die nach Brot, Gerechtigkeit und Frieden hungern. top 1Das Abendmahl wird mindestens an Weihnachten, am Karfreitag, an Ostern, Pfingsten und am Reformationssonntag gefeiert. Seinem Sinn und seiner Bedeutung gemäss empfiehlt es sich, das Abendmahl häufiger zu feiern. 2Abendmahlsfeiern sind auch möglich ausserhalb des Gemeindegottesdienstes, zum Beispiel an einer Tagung, im häuslichen Kreis, bei kranken oder behinderten Menschen oder im Rahmen einer Gemeindemahlzeit. top 1Zum Abendmahl sind alle eingeladen. 2Die Kinder werden ihrem Alter gemäss in Familie, Sonntagsschule oder kirchlichem Unterricht auf das Abendmahl vorbereitet. top 1Für die Leitung der Abendmahlsfeier ist der Pfarrer verantwortlich. Mitglieder des Kirchenvorstandes und allenfalls weitere Gemeindeglieder wirken mit, namentlich bei der Austeilung von Brot und Wein. 2Der Kirchenvorstand kann im Einvernehmen mit dem Pfarrer auch Personen die nicht zum Pfarramt ordiniert sind, mit der Leitung einzelner Abendmahlsfeiern beauftragen. 3Kirchenvorstand und Pfarrer entscheiden gemeinsam über Einzelheiten der Durchführung wie gemeinsamer Kelch oder Einzelbecher, Wein oder Traubensaft, wandelnde oder sitzende Form. 4Der Kirchenvorstand sorgt für Beschaffung und Bereitstellung der Abendmahlsgeräte und für ihre sorgfältige Aufbewahrung. 5Der Synodalrat erlässt Weisungen über Form und Durchführung ökumenischer Abendmahlsfeiern. top Die Trauung ist ein Gottesdienst, in dem dem Ehepaar Gottes Segen zugesprochen wird und es bezeugt, dass es seine Ehe in christlicher Verantwortung führen will. top Die kirchliche Trauung darf nur nach Vorweisung des Ehescheines des Zivilstandsamtes vorgenommen werden. top Die Pfarrerin führt mit den Eheleuten ein Traugespräch. top 1Die Trauung findet in einer Kirche statt. Ausnahmen bedürfen der Bewilligung des Synodalrates. 2Das Datum ist frühzeitig mit dem Pfarrer zu vereinbaren. 3Musikalische Darbietungen und andere Beiträge müssen mit dem Pfarrer und dem Organisten abgesprochen werden. 4Ein Pfarrer ist zur Trauung eines Ehepaars nicht verpflichtet, wenn beide Partner ausserhalb der Kirchgemeinde wohnen. top 1Die Trauung einer evangelisch-reformierten Ehepartnerin oder eines evangelisch-reformierten Ehepartners mit einem Partner oder einer Partnerin einer anderen christlichen Konfession soll in ökumenischem Geist gehalten werden. 2Die Mitwirkung einer Amtsperson der anderen Kirche kann den ökumenischen Charakter unterstreichen, ist aber nicht Bedingung. 3Eine Trauung in der Kirche einer anderen Konfession wird anerkannt, auch wenn keine evangelisch-reformierte Pfarrerin mitgewirkt hat. 4Die Trauung hat keinen Einfluss auf die Konfessionszugehörigkeit. top Gehört eine Ehepartnerin oder ein Ehepartner einer nicht christlichen Religion an oder ist sie oder er bekenntnislos, ist eine Trauung möglich, wenn das Traugespräch ergeben hat, dass die Partnerin oder der Partner Kenntnisse des reformierten Glaubens hat und achtenswerte Gründe für eine christliche Trauung bestehen. top Die Trauung wird verweigert, wenn eine weitere Trauung in einer anderen Kirche oder christlichen Gemeinschaft beabsichtigt oder vollzogen ist, ebenso, wenn beide Eheleute nicht der evangelisch-reformierten Kirche angehören. top Der Pfarrer stellt eine Traubescheinigung aus, die dem Paar mit der Traubibel ausgehändigt wird. top Paare, die nicht zivil getraut sind, und in eheähnlicher Gemeinschaft zusammenleben, können in einer besonderen Feier um den Segen für ihre Partnerschaft bitten. Die Regelung gilt auch für gleichgeschlechtliche Paare. Der Synodalrat regelt das Nähere. top Die Abdankung ist ein Gottesdienst zum Abschied von einem verstorbenen Menschen. Schmerz und Trauer, wie auch Hoffnung und Kraft aus dem christlichen Glauben haben in dieser Feier Platz. Die Trauergemeinde gedenkt des verstorbenen Menschen und wird durch das biblische Wort gestärkt. Die Musik ist ein wesentlicher Teil der Feier, wenn möglich auch der Gemeindegesang. top Anspruch auf kirchliche Abdankung haben alle Mitglieder der Kirchgemeinde. Für Verstorbene, die nicht der Kirche angehört haben, kann eine kirchliche Abdankung gehalten werden, wenn seelsorgerliche Gründe gegenüber den Angehörigen dafür sprechen. Die Pfarrerin entscheidet nach Rücksprache mit der Präsidentin des Kirchenvorstandes. top Die Abdankung wird grundsätzlich vom Pfarrer der Kirchgemeinde gehalten, in der die oder der Verstorbene zuletzt wohnhaft war. Wird von dieser Regel abgewichen, ist dies dem Pfarrer vorgängig zu melden. top Die Pfarrerin steht den Angehörigen mit Rat und Seelsorge vor und nach der Abdankung zur Seite. top 1Die zeitliche Ansetzung der Bestattung ist Sache der Bestattungsbehörden. 2Pfarrer und Kirchenvorstand verständigen sich mit diesen darüber, dass sie über die bevorstehende kirchliche Bestattung frühzeitig unterrichtet werden und die zeitliche Ansetzung den Möglichkeiten des Pfarrers Rechnung trägt. Der mitwirkende Organist und der Sigrist sind ebenfalls so früh wie möglich zu benachrichtigen. top Der Abdankungsgottesdienst findet in einer Kirche oder in einem von der Einwohnergemeinde dafür bestimmten Abdankungsraum statt. top Der Abdankungsgottesdienst wird schlicht gehalten. Personen, die bei der Feier mitwirken möchten, haben sich mit der Pfarrerin zu verständigen. Sie regelt Reihenfolge und Dauer dieser Beiträge. Am Grab hält die Pfarrerin eine kurze Besinnung mit Gebet. top |
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